Archive for Juli, 2009

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Trockeneis, Fieberthermometer, Training und so weiter……………..

Samstag, Juli 18th, 2009

Von Urs Hefti Urs Hefti

Diese drei Dinge fehlen aktuell noch. Betreffend Fieberthermometer sind wir sicher, dass wir das Problem in den nächsten Tagen noch schnell und unkompliziert lösen können. Beim Trockeneis ist der Optimismus schon etwas verhaltener. Sogar die WHO hat für uns gesucht, aber wurde nicht fündig. Aber die lokalen Partner von Tien-Shan Travel (www.tien-shan.com) in Bishkek sind daran, auch dieses Problem zu lösen, und haben versichert, dass Trockeneis vorhanden ist. Nun, Trockeneis, für was brauchen wir das am eisigen Pik Lenin?
Die Blutproben werden am Berg direkt durch das Forscherteam zentrifugiert und bearbeitet, und dann eingefroren. Dies machen wir in höheren Lagen so, dass wir die Proben im Eis eingraben werden, und sie so einfrieren. In tieferen Lagen aber  werden die Proben in Kühltruhen eingelagert und so gefroren. Dies braucht Strom, welchen wir durch Stromgeneratoren von HONDA produzieren, wie schon 2005 in Westchina. Unglaublich konstant und fehlerfrei habend damals die Generatoren gearbeitet, so dass wir sicher sind, dass die Blutproben auch wirklich gefroren bleiben. Die Blutproben müssen die gesamte Zeit bis zur Untersuchung in der Schweiz gefroren bleiben. Tauen sie auf, sind alle Forschungsresultate zunichte!!!
Vom Berg werden die Proben nach Bishkek kommen, zu einer Schweizer Familie, die aktuell in Kirgisien arbeitet und uns ihre Gefriertruhe überlässt. Auf dem Weg werden die Blutproben in Styroporkisten gepackt und mittels Trockeneis gekühlt. Alternativ lassen wir die Proben auch in den Gefriertruhen und verladen sie, zusammen mit einem Stromgenerator, welcher konstat Strom produziert, auf einen  Lastwagen und lassen die Fracht nach Bishkek bringen. Von da werden sie dann mit World Courier in die Schweiz transportiert. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg…weshalb der dritte Punkt, das Training, immer etwas zu kurz kommt und somit etwas fehlt. Und somit hoffen wir, dass uns unsere Erfahrung helfen wird, den Pik Lenin trotz fehlenden Trainingshöhenmetern besteigen zu können.
Was ist Trockeneis?

Erklärung von PanGas

Trockeneis auf Wikipedia

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Der Countdown läuft - Take it easy, stay cool.

Samstag, Juli 18th, 2009

Peter Ladriere

Der Countdown läuft - Take it easy, stay cool. ……hier gehts zum Tagebuch Eintrag von Peter Ladriere

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Peter Ladriere - eine Woche vor dem Start der Expedition.

Samstag, Juli 18th, 2009

Der Countdown läuft - Take it easy, stay cool.

Der langersehnte Tag rückt immer näher. Die Zeit, die zeigt, wie sich all die Vorbereitungen im körperlichen wie auch im mentalen Bereich auswirken werden.
An den Start gehe ich mit einer gewissen Ruhe, bleibe konzentriert und stelle mir vor, dass alles in einer positiven Form geschehen wird.
Grosse Nervosität bringt in diesem Fall nicht viel, da die örtlichen Gegebenheiten die Expedition bestimmen und diese sowieso nicht beeinflusst werden können.
Wie man in gewissen Situationen reagieren wird, wird sicher auch von der inneren Stimme beeinflusst werden: Soll ich? Soll ich nicht?
Beim Material bin ich folgendermassen vorgegangen, dass ich all meine Sachen in einem Raum ausgelegt habe um so einen Überblick zu haben und zu entscheiden, ob ich doch noch etwas mitnehmen bzw.hier lassen soll.
Da durch die Augen und den Magen bestimmt wird, wie es einem zu Mute ist, habe ich, was die Eigenverpflegung angeht, alles nach meinen bekannten Gelüsten zusammengestellt.
Zum Schluss möchte ich nochmals bemerken, dass ich versuchen werde, alles ruhig anzugehen und den Stress im Alltag auf das Minimum herunterzufahren. Ich werde die letzten Tage vor der Expedition in der Natur verbringen und versuche so die Vorbereitung und später dann auch die Expedition zu geniessen. Am Berg möchte ich die Tage so verbringen, dass ich mich immer wieder gerne daran erinnern werde.

Peter Ladriere

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Ich freu mich druf - lets go!

Samstag, Juli 18th, 2009

Jasmina Meier

Ich freu mich druf - lets go! …..hier gehts zum Tagebuch Eintrag von Jasmina Meier

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Jasmina Meier - eine Woche vor dem Start der Expedition.

Samstag, Juli 18th, 2009

Es ist nun fast ein Jahr her, seit ich erstmals von der Pik Lenin Expedition erfuhr und eine Teilnahme in Erwägung zog, und jetzt endlich - ist die lange Vorbereitungs- und Wartezeit fast vorbei - in genau einer Woche starten wir mit Sack und Pack Richtung Kirgistan!
Hätte ich die Höhenmeter meiner Hochs und Tiefs von Gefühlen in den letzten Wochen zählen können, wäre ich längst schon auf dem Pik Lenin angekommen!  Auf kurze Höhenflüge voller Optimismus folgten mulmige Gefühle, Anspannung, Fragen und immer wieder auch das Fehlen der erwünschten Motivation und Vorfreude was mich selbst nicht nur erstaunte sondern auch zusätzlich verunsicherte.
Doch durch die letzte ausgiebige Bergtour und das richtige Probepacken zusammen mit der zum x-ten Mal gelesenen Materialliste und dem Etappenbeschrieb ist die Expedition nun doch greifbarer und konkreter geworden. Die Reisegeister sind geweckt und aktiv! In diesen letzten Tagen noch Kleinigkeiten besorgen, packen und dann einfach entspannen, Kräfte tanken und die hiesige Wärme geniessen - es chunnt wies chunnt und es chunnt scho guet! Ich freu mich druf - lets go! :-)

Jasmina Meier

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Goody und Jacqueline bereiten die Expedition vor…..

Freitag, Juli 17th, 2009

Matthias Gutmann Jacqueline Pichler

Goody und Jacqueline werden uns bereits am Dienstag 21. Juli in Richtung Kirgistan verlassen um die notwendigen Vorbereitungen für die Expedition in die Wege zu leiten, damit das Expeditionsteam dann auch eine vernünftige Umgebung vorfindet…. Machet’s guet ……und vel Glück

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Aktueller Wetterbericht Pik Lenin

Freitag, Juli 17th, 2009

Hallo zusammen!

Samstag und Sonntag sind weiterhin recht sonnig mit Quellwolken am Nachmittag. Lokale Schauer sind am Nachmittag/gegen Abend nicht ganz ausgeschlossen. Der wind ist noch mässig bis stark, im Gipfelbereich bläst er mit rund 20-50 km/h.

Die Feuchtigkeit nimmt ab Montag jeden Tag etwas zu. Für Montag und wahrscheinlich auch für den Dienstag heisst dies vermehrt Quellwolken und leicht steigendes Schauerrisiko.

Es gibt voraussichtlich Tagesgangwetter mit lokalen Schneeschauern. Die Windgeschwindigkeit auf dem Gipfel lässt leicht nach (der Jetstream bewegt sich unter Abschwächung leicht nach Süden): 20-40 km/h.

Am Mittwoch und Donnerstag verstärkt sich der Tagesgang etwas. Es muss voraussichtlich mit einem etwas höheren Schauerrisiko am Nachmittag gerechnet werden. Wind im Gipfelbereich weiterhin bei rund 20-40 km/h.

Urs Graf, Meteotest Bern

Urs Graf
logo_meteotest

 

 

Aktuelle Wettersituation und Karten finden Sie hier bei Expedition Weather

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Wetterbericht von Meteotest für die Pik Lenin Expedition

Donnerstag, Juli 16th, 2009

Hallo Kari und Team
Gegenüber gestern hat der Wetterbericht kaum geändert. Der Wind bleibt bis am Wochenende stark im Gipfelbereich. Grund: Der Jetstream liegt genau über der Region. Die Windgeschwindigkeit nimmt langsam ab, bleibt aber noch stark.

Morgen Freitag: 60-80 km/h
Samstag: 40-60 km/h
Sonntag: 30-50 km/h.

Das Wetter ist oft sonnig. Im Tagesverlauf bilden sich jeweils einige Quellwolken, welche aber keinen oder nur ganz lokal Niederschlag bilden. Daran ändert sich bis und mit Sonntag nicht viel.

Ab Montag schwächt sich der Wind nochmals leicht ab. Dafür nimmt aber die Feuchte zu. Wahrscheinlich ab Montag mehr Wolken und erhöhtes Niederschlagsrisiko.

Urs Graf, Meteotest Bern

Urs Graf
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Aktuelle Wettersituation und Karten finden Sie hier bei Expedition Weather

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Fragen über Fragen

Sonntag, Juli 12th, 2009

Andreas Rüegger 

Fragen über Fragen…..hier geht’s zum Tagebuch Eintrag von Andreas Rüegger.

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Andreas Rüegger, zwei Wochen vor dem Expeditionsstart

Sonntag, Juli 12th, 2009

Fragen über Fragen

Die Nervosität steigt. Das zeigt sich auch daran, dass ich jetzt schon zum x-ten Mal meine Tasche ein und wieder ausgepackt habe. Habe ich an alles gedacht? Ständig kommen mir noch Kleinigkeiten in den Sinn. Sachen und Sächeli, die ich auch noch mitnehmen könnte.. Wenn da nur nicht die  Gewichtslimit von 23 kg wäre….. . Nicht zu vergessen auch die Tatsache, dass ich am Berg dann auch den Rucksack selber schleppen muss. Habe ich aber wirklich alles Nötige dabei?

Wie es ist mit einem schweren Rucksack in der Höhe zu gehen, habe ich am Wochenende in Zermatt getestet. Mit den Tourenskis ging es in einem Eilmarsch vom Trockenen Steg bis auf das Kleine Matterhorn. Fazit: Die Fitness stimmt. Die 15 kg im Rucksack waren nicht zu viel und auch auf 3800 Meter über Meer konnte mir die dünne Luft nichts anhaben. Doch die Zweifel bleiben: Habe ich genügend trainiert?

Einen Vorgeschmack auf die die Kälte hatte ich beim Aufstieg. Auf 3600m fing es an zu schneien und es wehte eine kalte Bise. Schliesslich wurde es mir im Kurzarmleibchen doch zu kalt und ich musste eine Windjacke anziehen. Am Pik Lenin wird es dann wohl eher eine Daunenjacke sein, die mich warm halten muss. Zu schaffen werden mir die zu erwartenden grossen Temperaturunterschiede machen. Tagsüber soll die Sonne mit 40° plus brennen, nachts soll das Quecksilber auf empfindliche Minusgrade fallen. Ich bin gespannt, wie ich das ertrage?

In Zermatt habe ich eine wichtige Kleinigkeit besorgt: Walliser Trockenfleisch und Speck sollen dazu dienen, meine Motivation und Energie im ewigen Eis aufrecht zu erhalten. Die Expeditionsleitung hat uns gesagt, dass Gelüste sich in der Höhe verändern sollen. Normalerweise stehe ich nicht allzu sehr auf Süssigkeiten stehe und halte mich an das „Rässe“. Habe ich richtig eingekauft?

Die Gedanken sind nun immer öfters „am Berg“. Ich suche im Internet fleissig nach Berichten von anderen Bergsteigern, die sich schon am Pik Lenin versucht haben. Es sind zum Teil unglaubliche Erlebnisse, die zu finden sind. Ist es wirklich so hart?

Fragen über Fragen.

Andreas Rüegger