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Team ganz Persönlich….



Urs Hefti

Urs Hefti, Expeditionsleiter, 41 jährig, und noch vor der Expedition verheiratet.
Seit bald dreissig Jahren bin ich in den Bergen unterwegs, am liebsten im Winter. Einige hohe Berge in Südamerika und Nepal habe ich bestiegen, darunter auch einen Achttausender. Am ersten Achttausender bin ich gescheitert wegen einer Rettung auf 7600 m, dabei haben wir vier Basken mit schwersten Erfrierungen ins Tal gebracht. Im Rahmen dieser Aktion wurde bei mir das Interesse an der Höhen- und Rettungsmedizin geweckt. In der Folge habe ich bei der Himalayan Rescue Association in Pheriche, 4300 m, Nepal gearbeitet, und eine wunderbare Zeit erlebt. Neben der beruflichen Weiterbildung zum Chirurgen und Orthopäden habe ich meine spärliche Freizeit mit Bergsteigen und Biken verbracht.
Im 2001 organisierte ich zusammen mit einem Freund die erste Forschungsexpedition zur Shisha Pangma 8046 m, im 2005 zum Muztagh Ata 7546 m. Nebenberuflich arbeite ich als Notarzt bei der REGA, und kann so den Kontakt zur Rettungsmedizin in den Bergen pflegen. Die Ausbildung ist ein zentrales Interesse, weshalb ich auch für die Schweizerische Gesellschaft für Gebirgsmedizin im Vorstand sitze und Kurse (Höhen- und Sportklettermedizin) organisiere.
Die Berge faszinieren mich, weil sie so ungeschminkt ehrlich sind. Da nützt kein Blabla, da gelten keine Ausreden. Auf einen ganz hohen Berg kommt man nur, wenn man will. Einmal hingehen und schauen genügt nicht. Und Umkehren, wenn einem die Luft ausgeht, ist extrem verlockend. Weitergehen hingegen ist hart und heisst, die Emotionen über die Vernunft stellen.
Und das darf man in unserer reglementierten Welt nur noch selten.
Darum gefällt es mir in der Höhe wahrscheinlich so gut!
Die Pik Lenin Expedition möchte ich erfolg-, unfall- und stressfrei durchführen. Und dabei viele interessante Persönlichkeiten, Orte, und Momente erleben.

Matthias Gutmann

Matthias Gutmann, alle sagen mir „Goody“

Zur Bergsteigerei bin ich eigentlich erst mit 20 gekommen. Damals, während dem Studium, zogen mich meine Kumpels einfach mit in die Berge. Die Faszination blieb dann auch nicht aus, sodass ich es mir heute nicht mehr vorstellen könnte, ohne diesen Ausgleich wieder Energie für meinen täglichen Job als Schulleiter tanken zu können. Neben Skitouren im Winter und Bergtouren im Sommer fasziniert mich auch das Klettern. Dies zähle ich zwar nicht zu meinen Topdisziplinen, da ich weniger der Techniker bin, sondern eher die Wände mit Kraft zu bezwingen versuche. Dabei kommt mir meine Geniesserseite je länger je mehr in die Quere, da Gewicht bei solchen Vorhaben nicht zwingend ein Vorteil bedeuten.
Seit ein paar Jahren suche ich auch die Abwechslung in den diversen Klettersteigen der Alpen. Man wird ja auch gemütlicher und ist froh, wenn sich auf gut gesicherten Steigen der Adrenalinschub nicht immer im allzu roten Bereich bewegt.
Eine weitere grosse Leidenschaft von mir ist das Reisen.  Dies habe ich dann selbstverständlich auch mit der Bergsteigerei zu verbinden versucht. Neben einigen hohen Bergen in Mittelamerika / Südamerika, einigen Reisen in Afrika, Alaska und im Himalaya, begeleitete ich die zwei Forschungsexpeditionen auf die Shisha Pangma und Muztagh Ata.

Dass dabei der Fotoapparat nie fehlen durfte war auch klar. So bin ich dann auch auf die Schiene der Dokumentation gekommen.
Die Herausforderung, auf diesen Reisen die besonderen Momente einzufangen und diese Faszination dann auch tatsächlich in Bildern und Filmen wieder zu geben, zieht mich in den Bann und lässt mich nicht mehr los. Das Verarbeiten der Bilder und dann andere daran teilhaben lassen, sind für mich jeweils gute Momente, um natürlich selber auch wieder in diesen Erinnerungen schwelgen zu können.
Ich freue mich, auch auf dieser Expedition wieder dokumentieren zu dürfen insbesondere auch die enge Zusammenarbeit mit dem DRS 1 unterstützen zu können.

Tommy Dätwyler

Tommy Dätwyler (Medienverantwortlicher der Pik Lenin-Expedition)

„Was ist wichtig – was weniger“? Das ist die immer wiederkehrende Gretchenfrage – sei es bei Zeitungsartikeln, bei Radiobeiträgen oder wenn man sich vorzustellen hat (und im Leben sowieso.)
Als eher alter Jungvater von Till (1 ½ Jahre) hat sich die Auswahl an Antworten in letzter Zeit zwar etwas reduziert , an meiner Liebe zu den Bergen und an der Faszination von spannenden, möglichst menschenleeren Landschaften die einen zwingen, den Focus schärfer zu stellen hat die neue Herausforderung als Vater nichts geändert.
Wer ich bin ist nicht einmal für mich leicht zu beantworten: Was ich mag schon eher .
Ich mag das Gefühl  von Freiheit – wo es auch immer ist. Ich mag die Wärme des Feuers –  und gute Gespräche an demselben – mit mir oder mit Freunden. Ich mag Lacher – am falschen und am richtigen Ort.  Rostige Fundgegenstände und von Menschen verlassene Brachen wie alte Bahnhöfe,  „tote Bahngeleise“ oder Schwemmholz am Strand regen meine Phantasie an und beruhigen mich.  Als regelmässiger  Island-und Skandinavienreisender im eigens umgebauten „Buschtaxi“  (vom „Dettifoss“, dem grossen Wasserfall in Nordisland der Übernahme  „Dättyfoss“) befriedige ich mein Fernweh grundsätzlich zu selten. Reisen nach Asien und Südamerika waren da auch, aber seltener.
Als „gut strukturierter Chaot“ wehre ich mich mehr oder minder erfolgreich gegen zuviel Struktur – an manchen Orten als „letzter und renitenter Mohikaner“. Ich schwelge so  von Zeit zu Zeit  – soweit es geht und Freu(n)de macht – gewissermassen auch dem Zufallsprinzip.  (Diesem Prinzip ist auch meine Meine „Karriere“ als Lehrer zum Opfer gefallen.)
Was ich (neben Poloshirts) nicht mag lässt sich kaum zusammenfassen, schon eher der Umstand, dass ich nach übereinstimmenden Aussagen von mir Nahestehenden in den letzten Jahren „umgänglicher“ geworden bin. Das freut mich meistens– und noch mehr, wenn ich Euch das auch beweisen kann.
In die Berge zieht es mich seit bald 30 Jahren.  Früher waren es J+S-Kurse , später haben mir liebe Freunde  auf die Sprünge geholfen.  Und seit 10 Jahren kann ich meinen Beruf als Journalist (für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften) und als Redaktor für Schweizer Radio  DRS1 mit meinen Interessen fürs Bergsteigen, Reisen und die noch junge Disziplin Höhenmedizin verbinden.  Einen Teil meiner Freizeit investiere ich auch gerne in den Job des (Teilzeit-) Hüttenwartes auf der Vermigelhütte des SAC-Zofingen im Gotthardgebiet. Ich hoffe mein Faible fürs Essen und Trinken wird bei dieser Gelegenheit immer wieder spürbar.
Die Forschungs-Expedition auf den Pik-Lenin ist nach der Shisha-Pangma-Expedition 2001 (aus der Schweiz)  und der Expedition auf den Muztagh-Ata 2005 bereits die dritte Expedition, die ich als Medienprofi  betreue.  Ich freue mich, auch diesen Sommer in meiner  Funktion als Journalist geographisch und medial Neuland zu betreten, hat es doch ein solch intensives Medienprojekt mit täglichen Live-Schaltungen von einer Forschungsexpedition in die Schweiz noch gar nie gegeben.  Eine grosse Herausforderung die mich auch mit Respekt erfüllt. Im Zentrum steht überdies die Pflege von langjährigen und neuen  Freundschaften – seit einem Jahr bei den Vorbereitungen – und schon bald direkt vor Ort in Zentralasien.  Ich freue mich – auf dünne Luft und dicke Freunde!