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Forschung

2005 führten wir zusammen mit anderen Forschergruppen eine erfolgreiche Forschungsexpedition zum Muztagh ata 7546 m ü.M. in Westchina durch, welche insbesondere im Bereich des Stoffwechsels sehr spannende Resultate zeigte. Im Sommer 2009 findet nun erneut eine medizinische Forschungsexpedition in Kirgistan statt, mit dem Ziel diese Resultate zu bestätigen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

über die Stoffwechselveränderungen im Rahmen des Höhenbergsteigens ist bisher nur wenig bekannt. Offensichtlich sind die Veränderungen jedoch für jeden Einzelnen, der sich schon einmal in grösserer Höhe aufgehalten hat. Ein rapider Gewichtsverlust ist die Folge, und eine genügende Nahrungsaufnahme über 5000m ist oft kaum mehr möglich. Alte Hasen im Höhenbergsteigen wissen schon lange um das Problem und haben sich die verschiedensten Strategien zurechtgelegt um den fliegenden Pfunden und dem damit verbundenen Kräfteverlust zu strotzen.

Ziel ist es, vom 25.07. bis am 16.08.2009, mit 24–28 Testpersonen auf den 7134m hohe Pik Lenin zu steigen. Die Testpersonen werden blind zwei Gruppen zugeteilt, wovon die eine Hälfte eine Nahrungssubstitution in Form von Antioxidantien (Vitaminen) und die andere Gruppe ein optisch identisches Placebo erhält. Während der Expedition werden Untersuchungen bis auf eine Höhe von 6100 m ü.M. durchgeführt. Neben einem Fragebogen zur Beurteilung vom allgemeinen Gesundheitszustand und eventuellen Höhenkrankheiten, werden Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, usw. gemessen und die Lunge abgehöhrt. Zudem wird in jedem Camp eine Blutentnahme erfolgen. Aus dem gewonnenen Blut werden Messungen der verschiedenen Stoffwechselprodukte durchführt.

Mit diesen Daten hoffen wir, weitere Erkenntnisse des Stoffwechselgeschehens in der Höhe zu erhalten und möglicherweise Richtlinien zum Einsatz von Nahrungsergänzungen zur Prävention der Höhenkrankheit definieren zu können.