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Peter Ladrière, Hägendorf, 6 Wochen vor Expeditionsstart

Ich habe lange mit dem Gedanken befasst, an einer speziellen Expedition teilzunehmen. Ich wollte zweimal auf den Lhakpa Ri/Tibet ( 7045m ) steigen, doch jedesmal musste die Expedition aus politischen Gründen abgesagt werden. Per Zufall hörte ich auf Schweizer Radio DRS1 einen Bericht über die geplante Forschungsexpedition auf den 7134 Meter hohen Pik Lenin. Unverzüglich meldete ich mich für einen Höhenbergsteigerkurs an. Dies war im November 2008. In diesem Kurs wurde unter anderem zu den Themen Material, Gesundheit, Ernährung und Training orientiert. So konnte ich mich körperlich wie auch mental auf eine allfällige Expedition auf den Pik Lenin vorbereiten. Der Kurs zeigte mir, welche Anforderungen bei einer solchen Expedition an mich gestellt werden. Nach einem Informationsnachmittag meldete ich mich schliesslich als Proband für die Forschungsexpedition nach Kirgistan an. Schnell habe ich mit den Vorbereitungen begonnen. Ich habe schon früher viele Bergwanderungen unternommen. Und so steigerte ich meine Ziele sowohl was die Dauer als auch was die Höhe betrifft. Auch beim Gewicht, legte ich zu. Zuerst packte ich einen, später bis zu zehn Liter Wasser in meinen Rucksack. Zudem besuche ich in nächster Zeit auch einen Outdoor-Medizinkurs. Im Hinblick auf die bevorstehende Expedition bin ich sehr zuversichtlich. Ich stütze mich voll und ganz auf das Expeditions-Leiterteam. Mein Gefühl ist gut, weil ich schon einen Sechstausender bestiegen habe. Ich kenne diese Höhe und weiss wie ich darauf reagiere. Ich stelle mir lediglich die Frage, ob ich alles Material dabei habe. Die Reduktion auf das Wesentliche ist nicht immer einfach. Für mich gilt: Schwierige Ziele führen zu hoher Leistung

Peter Ladriere

Von Peter Ladrière

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