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Probanden auf Herz und Nieren getestet

Posted By admin On 12. Mai 2009 @ 23:30 In Forschung | Comments Disabled

 Tommy Dätwyler [1] Matthias Gutmann [2]

Von: Tommy Dätwyler  / Fotos: Matthias Gutmann

„Antreten zum Gesundheits- und Fitness-Test“: Zweieinhalb Monate vor dem Start der grossen Forschungsexpedition auf den knapp 7200 Meter hohen Pik Lenin in Kirgistan haben die 30 Testpersonen am Samstag, 9. Mai im Kantonsspital Aarau einen Gesundheits- und Fitness-Test absolviert.

Mit ersten Blut-Tests, einem EKG und vielfältige Analysen und Untersuchungen haben sich die Verantwortlichen des  Forschungsprojektes im Kantonsspital Aarau einen ersten Überblick über den Gesundheitszustand der freiwilligen Probanden verschafft. Prof. Andreas Huber attestierte den „Versuchskaninchen“ aus der ganzen Schweiz eine grosse Motivation. Noch seien aber nicht alle für die Strapazen am Berg gerüstet. Trotzdem sieht Expeditionsleiter Urs Hefti die Expedition auf Kurs.

Die Nachfolge-Expedition des 2005 erfolgreich verlaufenen Forschungs-Projekts auf den 7600 Meter hohen Muztagh-Ata in Westchina ist nicht weniger ehrgeizig: Der ärztliche Direktor des KSA und die Höhenmedizinerin Jacqueline Pichler hoffen mit den Untersuchungen am Pik Lenin bei der Erforschung der Höhenkrankheit einen Durchbruch zu erzielen. „Wenn wir unsere Forschungsresultate aus Westchina bestätigen können und die Akklimatisation an grosse Höhen mit der Einahme von Antioxidantien begünstigt und der bei Bergsteigern gefürchteten Höhenkrankheit wirklich vorgebeugt werden kann, dann sind wir auch bei der Behandlung von Lungenkrankheiten im Tiefland einen grossen Schritt weiter“, erklärt Andreas Huber, Ärtzlicher Direktor am KSA.

In den Dienst der Wissenschaft stellen sich in Kirgistan (und auch schon Monate vorher) 30 Testpersonen aus der ganzen Schweiz. Die Hoffnungen werden auf verschiedenen Ebenen gross sein, wenn der Tross mit über 40 Personen und 2 Tonnen Material am 25. Juli Richtung Zentralasien abfliegt. Abenteuerlust, Interesse am eigenen Körper und die Aussicht, mit einer Grenzerfahrung und harter Arbeit und eigener Kraft den Gipfel eines 7200 Meter hohen Berges zu erreichen beflügelt die Probanden, schon Monate vorher ein Trainingsprogramm zu absolvieren und selbst beim Aufstieg in eisige Höhen regelmässige Untersuchungen und „Blutspenden“ über sich ergehen zu lassen.

Materialausgabe [3] EKG [4] Blut entnahme [5] Proben Lager [6]


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