Archive for Juli, 2009

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Aktueller Wetterbericht Pik Lenin

Freitag, Juli 31st, 2009

Allgemeine Lage
der Subtropenstrahlstrom nimmt Kurs auf den Pamir.
Der Pik Lenin kommt direkt unter die Achse des Jets zu liegen.

Vorhersage für Samstag, 01. August 2009
Starkwind ist hier im Sommer oft ein Garant für trockenes und sonniges
Wetter.
Lokale Thermik kann am Nachmittag zu aufgelockerte Quellbewölkung führen.
Niederschläge sind keine zu erwarten.
Die Wolken zerfallen am Abend wieder.

Aussichten bis Mitttwoch, 05. August 2009
Das Wochenende und die erste Hälfte der kommenden Woche sind sonnig und
windig.
Der Strahlstrom führt warme und trockene Luft heran, welche die
Entwicklung hochreichender Quellwolken verhindert.
Erst ab Donnerstag nimmt die Labilität wieder zu.
Dann sind die Quellwolken ausreichend mächtig, um Schauer auszulösen.

Ralph Rickli

Ralph Rickli
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Aktuelle Wettersituation und Karten finden Sie hier bei Expedition Weather

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Lagerleben im Lager I auf 4′400 Meter

Freitag, Juli 31st, 2009

Erholung im ZeltIntimit Karizum Thema Abfall auf dem HochlagerExpeditionsleiter Urs Hefti bei der ForschungWas sollen wir in die Hochlager mitnehmen nicht zu weniLagerleben im Lager1 trocknen der feuchten Kleider und WC Besuchauf 4400 muM

Das Lagerleben in kurzen Impressionen. Erholung im Zelt, Abfall am Berg, Forschung, was nehm ich mit und was nicht, Kleider Trocknung im Lager I sowie WC Besuch auf 4′400 Meter von Tommy Dätwyler und Matthias Gutmann

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Swiss-Tipp Sendung auf DRS1

Freitag, Juli 31st, 2009

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“So tönts wenn mer es paar Schritt z’schnell gmacht het”…Tommy Dätwyler nach dem ersten Tag live vom Lager I. Man kann die Anstrengung in der höhe fühlen.

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Jasmina Meier aus dem Lager I

Freitag, Juli 31st, 2009

1 Teekrug voll gereche vada (heissses Wasser), gemischt mit einer Flasche kaltem, etwas Shampoo dazu und ein grosses Becken - und das Freiluft-Haarewaschen mit dem Pik im Hintergrund befreit vom Kratzen und Beissen auf dem Kopf.

Auch das Schneebad mit Abreiben im Schnee von Kopf bis Fuss gehört für mich schon zum Morgen und- Abendritual, anderen genügt ein Frischetüchlein oder die rein gedankliche Wäsche - Gedankenwäsche ist es sowieso, denn viel zu studieren nützt eh nichts, da alles seinen eigenen Lauf nimmt und nehmen wird. Also doch lieber gar nicht zuviel denken und sich auch keine Sorgen machen - sondern “eis nach em andere” - das jedenfalls mein Motto.

Es ist der Augenblick, hier und jetzt, dem ich meine Aufmerksamkeit schenke, dem Blick auf den Gipfel und das weiss vergletscherte Panorama, der Stille und das sich Zeit nehmen müssen möglichst nichts zu tun, um sich optimal an die Höhe zu akklimatisieren. Bei jedem Schritt zum Klozelt das einige Meter höher steht geht der Puls schneller und ich atme wie bei Schwerstarbeit - doch oben angekommen gibts meist eine willkommen Pause durch die Warteschlange.

Die Sonne brennt, nach den Blutentnahmen üben wir das Anseilen und montieren der Steigeisen, denn morgen gehts hoch ins Lager 2 - eine steile Gletscherflanke  bis auf 5300m. Von hier aus gut zu sehen die Spur - senkrecht hoch wie Ameisen und sherpalike - langsam aber stetig. Wetten, dass ich morgen wünschte ich hätte 6 Beine!

Jasmina Meier

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Aktuelle Tagebuch Einträge aus dem Lager I

Freitag, Juli 31st, 2009

Felix Näf, Jasmina Meier und Andi Rüegger schildern ihre Eindrücke in der Kategorie Tagebücher Teilnehmer.

Felix NaefJasmina MeierAndreas Rüegger

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Felix Naef aus dem Lager I

Freitag, Juli 31st, 2009

Floristisch-faunistischer Nachrag
Zuerst zur Talebene : Zwei wichtige Gartenpflanzen edler Gärten, sind nicht erwähnt worden : die Moschus-Salbei und die Eselsdistel. Zwei typische Pflanzenarten der innerasiatischen Steppen.

Im Basislager dann die Vielfalt so ähnlich und so anders wie in den Alpen zu Hause. Dem Klima entsprechend viel silbriger als in der Schweiz. Viele der Blätter sind silbrig, oft auch dicht behaart als Schutz gegen die extreme Sonne, die Trockenheit und die Blätter haben, weiss man in einem anderen Land zu sein. Die Gemeinsamkeit ist der Name Edelweiss. Der Name dieser mythischen Pflanze ist im Kirgisischen aufgenommen worden. Ein guter Gesprächseinstieg mit den lokalen Bevölkerung, alles nomadisierende Bauern.

Nicht ein, sondern bereits vier verschiedene Scnittlaucharten konnten wir blühend entdecken; durchaus auch garten- und küchenwürdige Arten.
Dann der Schneeeinbruch beim Aufstieg in Basislager1. Aus der Vegeationszone hoch in die Gletcherwelt. Doch auch hier,  auf 4′400m ü.M., auf einer Moräne, leben noch Überlebenskünstler: Steinbreche, Steintäschel, ein Gletscherhahnenfuss. Die dominanteste Art hat silbrge Blätter, kopfige, purpurne Blüten, die völlig exotisch ist, noch keiner Familie zugeteilt werden konnte.

Die Magenflora hat sich mehrheitlich erholt.

Die faunistische Vielfalt nimmt mit der Höhe ab. Am häufigsten sind Schmetterlinge, die zeigen, dass trotz grosser Kälte auch viel Wärme auf dieser Höhe möglich ist. Momentan schwitzen wir bei 20 Grad Celsius.

Felix Naef

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Andreas Rüegger aus dem Lager I

Freitag, Juli 31st, 2009

Ins Lager I hinauf zu steigen war schon etwas anstrengend. Das Tempo glich zwar eher einem Sonntagsspaziergang, doch war ich schliesslich sehr froh, dass es nicht schneller ging. Oben auf 4420m angekommen brummte mein Schädel, ähnlich wie nach einer durchzechten Nacht. Ein feines Mittagessen, ein Schläfchen und dann schon wieder ein Nachtessen und dann noch eine gute Nacht liessen mich jedoch heute morgen meine Lebensgeister wieder spüren.

Hier im Lager ist das Leben gemütlich. Es lässt sich aushalten: Etwas lesen, Tee trinken, schlafen und an meine Liebsten denken.

Den heutigen Tag werden ich ein wenig mein Material sortieren und mir überlegen, was ich auf unseren morgigen Ausflug ins Lager II mitnehmen werde. Meine Nepali-Daunenjacke und sonstiges warmes Zeugs landet in einem Depot im Lager II. Der Aufstieg sieht schon etwas hart aus. Nach ein paar hundert Meter übe den Gletscher geht’s “pfiife grad” den Gletscher rauf. Die Spalten sehen zum Glück nicht allzu gefürchtig aus. Das grösste Problem neben der Höhe wird allerdings wohl die Hitze sein.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht und wie ich die nächste harten Tage prestieren werde. Mir geht es gut und ich freue mich auf das Kommende….

Andreas Rüegger

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Swiss-Tipp Sendung auf DRS1

Donnerstag, Juli 30th, 2009

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Tommy Dätwyler im Gespräch mit Probanden, Aufstieg vom Basis Lager zum Camp 1 auf 4′400 Meter. Alle freuen sich, allen geht es gut.

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Aufstieg ins Camp 1 auf 4′400 Meter erfolgreich geschafft

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Wir haben es geschafft. Nach 7-8 Stunden Aufstieg sind wir im Camp 1 auf     4′400 Meter über Meer angekommen. >
Es geht allen gut, Wetter soll morgen besser werden, ein wenig Kopfweh, aber wenns sonst nichts ist….. 

am Gletscher entlang im Aufstieg ins Lager einsAufstieg ins Camp1 Blick zurück ins bereits in der Ferndie erste Probandengruppe im Aufstiegim Aufstieg auf 4000muM erster PassLagereins auf 4400muM kurz nach Ankunft

von Tommy Dätwyler und Matthias Gutmann

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Aktueller Tagebuch Eintrag von Peter Ladriere

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Peter Ladriere dritter von links

Peter Ladriere schildert seine Eindrücke unter der Kategorie Tagebücher Teilnehmer.

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Aktuelles Wetter am Pik Lenin

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Das Aktuelle Wetter am Pik Lenin wird in der Kategorie Aktuelles Wetter Täglich publiziert

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Aktueller Wetterbericht Pik Lenin

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Allgemeine Lage
Der Pamir verbleibt in einer mässige Westströmung.

Vorhersage für Freitag, 31. Juli 2009
Sonniges und trockenes Wetter dominiert.
Am Nachmittag sind einzelne Quellwolken möglich.
Diese zerfallen am Abend wieder.
Auf dem Gipfel beträgt die Windgeschwindigkeit 25 bis 40 km/h.

Aussichten bis Dienstag, 05. August2009
Sonniges und trockenes Wetter überwiegt.
Am Samstagnachmittag frischt der Höhenwind auf.
Seine maximale Stärke auf Gipfelniveau beträgt am Sonntag und Dienstag 50 km/h.

Ralph Rickli

Ralph Rickli
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Pressemitteilung Nr. 5

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Pressemitteilung Nr. 5 der Expeditionsleitung. Die Pressemitteilung lesen Sie hier.

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Swiss-Tipp Sendung auf DRS1

Mittwoch, Juli 29th, 2009

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Tommy Dätwyler im Interview mit Urs Hefti und Kari Kobler

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Peter Ladriere aus dem Base Camp

Mittwoch, Juli 29th, 2009

Seit der Zusammenkunft am Samstag, 25. Juli am Flughafen in Zürich mit anschliessend erster Blutentnahme, Einchecken zum Flug Richtung Zentralasien (über Istanbul nach Bishkek) wo alle Teilnehmer ihr Visum erhalten haben und anschliessender Wartezeit mit einem zu kurz geratenen Nickerchen im Flughafensessel ging es nach einem fremd anmutenden Frühstück zum Weiterflug nach Osh. Hier haben wir uns nocheinmal mit einem ausgezeichneten Nachtessen aus chinesischem Hause gestärkt, um anschliessend für längere Zeit ein letztes Mal Bettgefühle zu geniessen.
Am Montag, 27. Juli ging es schliesslich frühmorgens mit einem kirgisischen Geländefahrzeug in 10 Stunden über 4000 Meter hohe Pässe und holprige Pisten ins Basislager Ashik Tash.
Unser erster Zuhause am Fusse des Pik Lenin liegt auf 3595 Meter über Meer.
Am Dienstag, 28.Juli haben wir uns im Basislager fertig eingerichtet und ein zweites Mal „Blut gespendet“. Das Motto hier: Langsam und geduldig – so schützen wir uns vor Kopfschmerzen und unterstützen die dringend nötige Akklimatisation.
Nach einer sehr windigen und ebenso nassen Nacht ging es trainingshalber auf einen gemütlichen „Gwaggel“ - quasi neben bei auf einen 4000er.
Bis zum heutigen Tag läuft alles im Grünen Bereich! Ich bin voller Tatendrang und guten Mutes für die nächsten Tage!

Peter Ladriere

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Mittwoch, Juli 29th, 2009

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Aktueller Wetterbericht Pik Lenin

Mittwoch, Juli 29th, 2009

Hallo zusammen!

Windprognose:
Der Subtropen-Jet zieht sich zur Zeit vom Kaspischen Meer über
Tadschikistan nach China. Er schwächt sich im Verlauf vom Mittwoch ab.
Am Donnerstag und Freitag liegt der Jetstream zwar weiterhin über
Tadschikistan, allerdings ist er vorübergehend schwach (Mittelwind um
30 km/h auf Gipfelhöhe). Ab Samstag (1. August) gewinnt der Suptropen-
Jet wieder an Stärke.

Wettervorhersage:
Am Mittwoch ist die Luft vorübergehend etwas feuchter. Es hat vermehrt
Wolken und Schneefall ist wahrscheinlich. Donnerstag und Freitag ist
die Luft trockener (gleichzeitig mit Windminima). Tagesgangwetter
dominiert, das heisst freundliches Wetter am Vormittag und Quellwolken
am Nachmittag. Am Samstag (01.08) und Sonntag (02.08) nimmt nicht nur
der Wind zu, sondern ist die Luft wieder feuchter: Quellwolken und
einzelne Schauer sind wahrscheinlich.

Philippe Gyarmati
Viele Grüsse aus Bern,
Philippe Gyarmati

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Aktuelle Tagebuch Einträge aus dem Basislager

Dienstag, Juli 28th, 2009

Felix Näf,  Jasmina Meier und Andi Rüegger schildern ihre Eindrücke unter der Kategorie Tagebücher Teilnehmer.

Felix NaefJasmina MeierAndreas Rüegger

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Jasmina Meier aus dem Basislager

Dienstag, Juli 28th, 2009

In einem undefinierten Gefühlszustand, ja fast gedankenlos, spürte ich auf dem Weg zum Gate E53 in Kloten eine Ruhe und Gelassenheit, die nicht mit Gleichgültigkeit zu verwechseln ist, sondern eher wie eine Leere, ein Vakuum, im Sinne von „one step at the time“. So fühlte ich mich ganz im Moment und gegenwärtig.

Wie kann nun ich diese unzähligen erlebten Eindrücke seit dem Abflug in Zürich in Worte bringen, sodass sie für euch Daheimgebliebenen wenigstens annähernd nachvollziehbar sind?

In einer fremden Kultur erzählt jeder Moment eine bunte Geschichte, z.B. von den dutzend grünen Heuschrecken in der Empfangshalle in Osh, die grünen überproportionalen, bratpfannenförmigen Filzhüte der Aufseher oder das WC-Papier in Stretch-Crepepapier-Qualität.
Geduldstrapazierend das Warten hinter den Absperrgittern in Osh bis wir nach dem letzten Flug „freigelassen“ wurden und das erst nach dem gezahlten Bussgeld fürs unerlaubte Fotografieren der russischen Propellermaschine.
Doch das Eindrücklichste und auch Abenteuerlichste war die 12-stündige Fahrt mit dem „Lastwagen“, einem russischen Armeegefährt, über Pisten, Pässe, durch tiefe Täler mit Jurten und winkenden Kindern, durch die Schlichtheit ergreifende grüne Matten und wilde rauhe Bergflanken. Durchgeschüttelt bis auf die Knochen, einer permanenten Ganzkörpermassage unterzogen, mit dreifachen Jumps zur Decke und – ich erlebte meinen ersten Höhenflug im Yogisitz – dachte ich nicht, dass ich so hoch abheben kann! Dank einem Loch im Schlauch hatten wir viele Stopps – für den Fahrer Igor zum Wasser nachfüllen und für uns zum Wasser ablassen. Selbst das Gepäck mit Bier, Coca Cola, Wasser, Brot und Früchten, beschwert mit unseren Rucksäcken, halbierte sich zumindest visuell um die Hälfte und bewegte sich lawinenartig nach vorne.
Fast von einem chinesischen Teekrug erschlagen oder von den medizinischen Forschungsmaterialkisten und Seesäcken erdrückt, erreichten wir nach einer Schüttelbecher- Bachbettfahrt das von Edelweiss, Vergissmeinnicht, Zelten und Jurten umsäumte Basislager. Der Blick auf den im strahlenden Sonnenlicht leuchtenden Pik Lenin, gespiegelt im klaren Bergsee vor dem Camp, versöhnte uns für alle Strapazen, und in Demut zu Füssen des weissen Gipfels sinke ich im warmem Schlafsack in einen tiefen Schlaf.

Jasmina Meier

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Felix Naef aus dem Basislager

Dienstag, Juli 28th, 2009

Anreise vom 25. – 28. Juli, ein floristisch-faunistischer Rückblick

1. Tag :
Abflug aus dem grünen Kloten, 1. Landung im mediterran ausgetrockneten Istanbul. 2. Landung inmitten der Nacht in Biskek, der Hauptstadt von Kirgisien. Der Flughafen ist kleiner als Kloten, nicht aber weniger sauber ausgenommen der fliegenden Heuschrecken, die von den Einheimischen mit stoischer Ruhe zerdrückt werden. Man könnte auf den blanken Böden essen; von 5’00 bis 7’00 haben wir erschöpft auf den Böden geschlafen.

2. Tag :
Flug von Bishkek nach Osh. Hier werden wir begrüsst von brütenden Schwalben in kaputten Strassenlaternen.  Auf dem Transfer in die Stadt sind alle Strassen begleitet von Kopfbäumen, deren Äste regelmässig den Haustieren verfüttert werden. Alle Baumstrünke sind weiss gestrichen gegen Schädlinge. Osh eine bröckelnde Stadt, wo überall Zufallsvegetation hervorspriesst. Hundegebell beim Einschlafen und Erwachen.

3. Tag :
Auf dem Transfer von Osh ins Basislager lernen wir die innerasiatische Steppe kennen. Karge Graslandschaft mit wenigen Bäumen, doch durchspickt mit bekannten Gartenpflanzen: weissen Stockrosen und Teppichen von blauen Salbei. Mittagessen nach 4 Stunden holpriger Fahrt an einem oasenartigen Ort, in einem Wald von Sanddorn.  Auf dem Hochplateau, 3′000 mü.M. glänzen die silbrigen Federgräser, die ihre westlichsten Ausläufer im Wallis haben.

4. Tag :
Einleben auf im Basiscamp. Die Zelte sind in einem Teppich von Edelweiss verankert. Ein Spaziergang in der Umgebung zeigt viele Verwandtschaften mit unserer Alpenvegetation, jedoch viel grau-silbriger sind die Arten: Angepasst an das extreme Licht und die Trockenheit.
Nur die Magen-Darmflora lässt sich noch nicht vergleichen mit jener der Schweiz.  

Felix Naef